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Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe

Die Bedeutung von Chromatinstruktur und Wechselwirkungen in Proteinnetzwerken für die Determinierung kardialer Progenitorzellen

 

Gruppenleiterin:
Dr. rer. nat. Gergana Dobreva

Forschungsschwerpunkt:

Stammzellen (Progenitorzellen) besitzen die einzigartige Fähigkeit sich entweder selbst zu erneuern oder sich zu einer Reihe von spezialisierten Tochterzellen zu entwickeln. Beides ist notwendig für die embryonale Organogenese und die Geweberegeneration. Während der embryonalen Herzentwicklung spielen zwei verschiedene mesodermale Progenitorpopulationen eine entscheidende Rolle. Diese werden als erstes und zweites "Herzfeld" bezeichnet. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass diese multipotent sind und dass sich aus ihnen die unterschiedlichen Zelltypen des Herzens entwickeln können (Herzmuskelzellen, glatte Muskelzellen und Endothelzellen). Der LIM-Homöodomäne-Transkriptionsfaktor Isl1 kennzeichnet die zweite Population von kardialen Progenitorzellen. Es ist jedoch nur wenig über die molekularen Mechanismen bekannt, durch die er die Determinierung der Progenitorzellen des Herzens steuert. Bei einer kürzlichen Untersuchung konnten wir eine Reihe neuer Ziele für den Transkriptionsfaktor Isl1 identifizieren, die mehrere Aspekte der Herzentwicklung regulieren. Interessanterweise ist ein großer Teil der identifizierten Ziele an der Regulierung von Chromatinstruktur und -dynamik beteiligt. Die Entwicklung eines zelltypspezifischen Chromatinmusters ist ein Schlüsselereignis während der Zelldeterminierung und -differenzierung. Dieses ist erblich und dient als Zellgedächtnis für die Multipotenz. Das Ziel von Dr. Dobrevas Forschungsgruppe ist es die Dynamik der Chromatinstruktur und die Bedeutung genetischer Regulationsnetzwerke bei der Determinierung von kardialen Progenitorzellen zu verstehen.

Gruppenmitglieder:

Post Docs:
Evgeniy Chichelnitskiy
Doktoranden:
Hagen Witzel
Luca Caputo
Joaquim Vong
Nitin Tyagi
Technische Assistentin:
Ingrid Konrad

Publikationen

Kontakt:

Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe

Dr. Gergana Dobreva

Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung

Parkstraße 1

61231 Bad Nauheim

Tel.: +49 (0)6032 705-225

Fax: +49 (0)6032 705-211

Über Gergana Dobreva

Gergana Dobreva fertigte ihre Dissertation am Gene Center der Ludwig Maximilian Universität in München an. Es folgte die Zeit als Post Doc wiederum am Gene Center sowie in der Gruppe von Professor Rudolf Grosschedel am Max-Planck-Institut für Immunobiologie in Freiburg. Während dieser Zeit war der Fokus ihrer Arbeit auf die Funktion der "Nuclear Matrix Attachment Regions" (MARs) und MAR-bindende Proteine bei der Genregulation gerichtet. 2006 trat sie der Arbeitsgruppe von Professor Laugwitz an der Technischen Universität München als Post Doc bei. Dabei arbeitete an der Rolle des Lim-Domänen-Transkriptionsfaktors Isl1 während der Herzentwicklung. Seit 2008 ist sie Leiterin einer unabhängigen wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe, die über das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgesellschaft finanziert wird.

© 2017 Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim